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Rating beeinflusst die Laufzeit von Unternehmenskrediten

Deutsche Banken orientieren sich bei der Kreditvergabe bereits stark an internen Rating-Noten, wenn es um die Laufzeiten von Unternehmenskrediten geht. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 13/2007. Gesellschaften und Einzelunternehmen werden dabei unterschiedlich behandelt. Die Dauer der Bank-Kunden-Beziehung spielt dagegen für die Laufzeit kaum eine Rolle.

Im Zuge der Umsetzung der Basel II-Richtlinien ringen deutsche Banken darum, ein möglichst effizientes Rating-System aufzubauen. Das Ziel ist, in Zukunft Kreditvergabe und Konditionen vor allem auf der Basis von Rating-Kennziffern zu treffen. Zur Einschätzung der Risiken werden drei Rating-Arten vergeben: Risikorating (Maß der Ausfallrate), Bonitäts-Rating (Maß der Kreditwürdigkeit) und Immobilien-Rating (Maß der Deckung durch Immobilien). Die Laufzeit gehört zu den zentralen Bestandteilen eines Kreditvertrages, da diese Entscheidung für Bank und Kunde mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die Analyse ergibt unterschiedliche Auswirkungen des Ratings, je nachdem, ob der Kunde eine Gesellschaft (GmbH, GbR, AG, KG) oder ein Einzelunternehmen ist. Für Einzelunternehmer gilt generell: Je besser das Rating, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen langfristigen Kredit zu erhalten. Bei den Gesellschaften werden eher Unternehmen mit mittlerem Rating langfristig finanziert. Für beide Unternehmenstypen hat die Note im Bonitäts-Rating die größte Bedeutung. Kredite für Unternehmen mit dem besten Bonitäts-Rating sind tendenziell eher kurzfristig, unabhängig davon, welches Risiko-Rating dieser Kredit aufweist. Diese Tatsache deutet auch darauf hin, dass es keine gegenseitige Kompensierung verschiedener Rating-Arten gibt. Die höchste Wahrscheinlichkeit, einen langfristigen Kredit zu bekommen, haben diejenigen Kreditnehmer, die eine mittlere Kreditwürdigkeit und ein mittleres Ausfallrisiko aufweisen.






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